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Ich habe deutsche Standards für meine Kanzlei übernommen und in die tägliche Büropraxis integriert, so dass unsere Arbeitsabläufe normgerecht und damit qualitätsgeprüft verlaufen.

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Unsere langjährige Erfahrung und unsere fachliche Kompetenz garantieren maßgeschneiderte Lösungen, die Sie überzeugen werden. Mit unserer Erfahrung können wir Ihnen jederzeit so effizient wie möglich helfen.
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Ihre Bedürfnisse und Ziele stehen stets im Vordergrund. Hierbei können Sie auf meine langjährigen Erfahrungen in der wirtschaftlichen und rechtlichen Beratungspraxis zurückgreifen.
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Beratung verstehen wir als eine sehr persönliche Angelegenheit. Deshalb haben wir es uns zum Grundsatz gemacht, Sie ganz individuell zu beraten und zu betreuen. 
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"Die Welt" über Europastadt

Region24.info – August 2004 

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Gerhard Gnauck hat in einem Ausgabe vom 17.August 2004 geschrieben, dass „Görlitz will gemeinsam mit Zgorzelec, der polnischen Stadthälfte, 2010 Kulturhauptstadt Europas werden. Doch hinter den renovierten Fassaden auf deutscher Seite gähnt die Leere. 75 000 Einwohner hatte Görlitz 1989, heute sind es trotz mehrerer Eingemeindungen 58 000, und eine Prognose besagt, der Auszug werde unvermindert weitergehen. Westlich der Grenze liegt das Durchschnittsalter bei Mitte 50, östlich davon bei Mitte 30” Hat auch die beispiele für die Kontakte auf beiden seiten der Neisse vorgestellt: "... würde Sie herzlich zum polnischen Bier und small talk beim deutschen Grenzpfahl einladen." Der Absender dieser SMS-Botschaft stellt sich vor als "Mariusz Klonowski, Polen-Scout und Allround-Manager". 37 Jahre alt, mit Erfahrung in den verschiedensten Berufen, versucht Klonowski, sich an der Schnittstelle zweier Gesellschaften als Pfadfinder zu etablieren. 

Der Ort "beim Grenzpfahl", wohin er einlädt, ist jedoch kein unwirtlicher Grenzübergang, im Gegenteil: Klonowski hat ein Büro auf der deutschen Seite mit Blick auf den Grenzfluss gemietet. "Business Design Center" steht hoffnungsvoll an der Tür. Wer den Raum im Erdgeschoss durchschritten hat, landet auf einer Terrasse, in deren Mitte ein deutscher Grenzpfahl aufragt. Das Schwarzrotgold blättert langsam ab. Ein Relikt, kaum weniger symbolträchtig als ein Trümmerstück der Berliner Mauer. Denkmal einer vergangenen Epoche. Oder doch nicht? "Es ist enorm schwer, in Deutschland Fuß zu fassen", sagt Klonowski über die Lage seiner Kunden und schenkt Bier der Marke Zywiec ein. "Offiziell sind wir Freunde, aber tatsächlich werden wir oft als unliebsame Konkurrenz gesehen." Dann erzählt er von den Belehrungen seitens seiner deutschen Nachbarn ("Wir haben wirklich nichts gegen Polen"). 

Der polnische Rechtsanwalt Jacek Franek, der Unternehmern auf ihrem Weg nach Deutschland hilft, sieht es ähnlich: "Die Stimmung ist furchtbar. Man muss zu jedem deutschen Beamten persönlich hingehen und ihn überzeugen, dass man das Recht hat, diese und jene wirtschaftliche Tätigkeit zu entfalten." Nur Aleksandra Kolinska, Klonowskis Lebensgefährtin, stößt auf offene Türen. Sie hat eine deutsch-polnische Date-Agentur gegründet. "Angebot und Nachfrage sind da: In Sachsen gibt es einen Überschuss von 70 000 Männern unter 40 Jahren, in Polen einen Frauenüberschuss." Kolinska nennt ihre Arbeit "Single-coaching" und hat bereits 20 Paare und sechs Ehepaare zusammengebracht. 2000 Polen haben bei der Niederschlesischen Sparkasse in Görlitz bereits Konten eingerichtet. Doch für die Menschen gibt es noch keine volle Freizügigkeit. Agenturchef Lutz Schröder kennt die Hürden, die ein Pole überwinden muss, um den deutschen Behörden Genüge zu tun: Mit der Bescheinigung eines festen Einkommens und einer polnischen Krankenversicherungspolice muss er auf dem Görlitzer Ausländeramt eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dort müsste er auch einen unterschriebenen Mietvertrag vorlegen - was eigentlich Unsinn ist, denn den bekommt er in der Regel erst nach Bewilligung des Aufenthalts. Inzwischen hat die Zentrale den Behörden-Hürdenlauf durchgeprobt und begleitet polnische Mieter auf ihren Behördengängen. 

Am Obermarkt in Görlitz hat Katarzyna Jung ihre Boutique eingerichtet. Kaum ein Kleidungsstück unter 100 Euro. Katarzyna Jung und ihr Mann gehören zu jenen, die in den achtziger Jahren aus Polen nach Westdeutschland kamen und dann wieder gen Osten gezogen sind - aber kurz vor der Grenze Halt gemacht haben. Diese Gruppe, zum Teil mit deutschen Pässen, ist am besten etabliert. Doch die nächste Welle kommt bestimmt. "Der Mann, der die Pizza ausfährt, ist aus Polen, die Zahnarzthelferin ist aus Polen, die Parfüm-Verkäuferin ist auch aus Polen." 

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